Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Erster Bundesdeutscher Antirassistischer Dönerimbiss-Kongress am 28.03.2021, 14 Uhr

Die Kleinunternehmer und Gastronomen Ismet Tekin (Halle) und Ali Tulaşoğlu (Chemnitz) sind im Gespräch mit der Künstlerin Bol Acılı Olsun (Stuttgart) über Migrationsbiografien, ihren Berufsalltag, rassistische Angriffe sowie das Über- und Weiterleben. Eine Multimediale Lecture Performance.

Anmeldung bis 27.03. mit Vor- und Zunamen: anmeldung@halle-gegen-rechts.de

Anwohner*innen-Initiative Adam-Kuckhoff-Straße,
Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage


Plakat Erster Bundesdeutscher Antirassistischer Dönerimbiss-Kongress

Stolpersteine putzen am 10. November 2019 im Bebelviertel

Auch in diesem Jahr trifft sich die Anwohner*inneninitiative zum Stolpersteine putzen.

Wir wollen an die Opfer der November-Pogrome 1938 in unserem Viertel erinnern und treffen uns am 10. November 2019 um 11 Uhr in der August-Bebel-Straße 48a – der ehemaligen Villa Lewin (heute die Jugendherberge). Wir freuen uns auf Musik und Informationen.

Im Anschluss freuen wir uns auf viele Begleiter*innen beim Putzen. Danach wird es Gelegenheit zum Austausch bei Tee und Gebäck geben.

Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Engagement-Fonds HALLIANZ für Vielfalt im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ statt.

Stellungnahme zur Verlegung des „Bürgerfest für Demokratie“

Wir, die Anwohner*innen-Initiative Adam-Kuckhoff-Straße, sind zutiefst enttäuscht über die gestrige Entscheidung der Stadt Halle, das heutige „Bürgerfest für Demokratie“ vom Steintor-Campus auf den Marktplatz zu verlegen.

Ein solches Fest gerade dort stattfinden zu lassen, wäre für die Anwohner*innen, die Student*innen und Mitarbeiter*innen der Universität ein wichtiges Zeichen der Solidarität gewesen.

Darum bitten wir weiterhin, sich an den Protesten, die von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage organisiert werden, zu beteiligen. All diejenigen, die sich nicht an den Demonstrationen beteiligen, jedoch ein Zeichen für Weltoffenheit und Demokratie setzen wollen, bleibt es frei den Steintor-Campus zu beleben. Ein „Bürger*innenfest für Demokratie“ kann jederzeit und an jedem Ort stattfinden.

Presseerklärung zum Vorfall in der Nacht zum 2. März 2019

In der Nacht zum 2. März 2019 gab es aus dem Haus der Identitären Bewegung (IB) einen weiteren Angriff auf Passant*innen mit Verletzten.

Dieser und andere Vorfälle zeigen, dass die propagierte Gewaltlosigkeit der Identitären nur Fassade ist, um alte Inhalte neu verpackt einem größeren Publikum unter zu jubeln.
Mit ihrer penetranten Widerstandsrhetorik und Selbstinszenierung als Krieger, die Kampfbegriffe und die gleichzeitig eingenommene Opferrolle, rechtfertigen sie ihre Gewalt als „Notwehr“.
Fast der gesamte IB-Kader und ein Teil ihrer Anhängerschaft rekrutieren sich aus der militanten Neonazi-Szene. Gemeinsam wird der Straßenkampf trainiert, das Mitführen von Waffen ist anscheinend Standard.

Der Ablauf der Übergriffe ist oft derselbe: Durch Beschimpfung und Bedrohung wird versucht, das Opfer zu einer Reaktion zu provozieren, auf die dann mit unverhältnismäßiger Gewalt reagiert wird. Welches Verhalten „strafwürdig“ ist, liegt ebenso wie die Art der „Bestrafung“ im Ermessen der Rechtsextremen. Auf diese Weise versuchen sie in unserem Viertel ein Klima der Angst zu erzeugen, welches aus der deutschen Geschichte bekannt ist.

Das jüngste Ereignis aus der vergangenen Woche ist einer von vielen Übergriffen, denen sich Menschen ausgesetzt sehen, die in das identitäre Feindbild passen. Bisherige Krönung der Vorfälle war der bewaffnete Angriff auf zwei Zivilpolizisten. Hier kann es jede*n treffen.
So ist es um die von den Identitären im Juli 2017 eingeforderte „gute Nachbarschaft“ bestellt. Nach wie vor wünschen wir ausdrücklich keine Nachbarschaft mit ihnen. Dies werden wir weiterhin mit Ausdauer und Überzeugung deutlich machen.
Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen und fordern eine schnelle Aufklärung und Ahndung aller Übergriffe.

Die Anwohner*inneninitiative
der Adam-Kuckhoff-Straße „Für weltoffene Nachbarschaft!“

„Nachhaltige Landwirtschaft – Ohne Gentechnik, ohne Glyphosat, ohne Rassismus“ – Aktion der Anwohner*innen in und um die Adam-Kuckhoff-Straße in Halle

Unter dem Slogan „Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Globalisten vom Acker jagen“ bietet die sogenannte Identitäre Bewegung, auch Flamberg Halle genannt, einen Vortrag und Diskussion zum Thema „Permakultur und Solidarische Landwirtschaft“ an.

Ein weiterer Versuch der Identitären Bewegung sich als alternativ und hip zu vermarkten. Dass gerade dieses Thema von der Identitäre Bewegung als Themenabend angeboten wird, lässt vermuten, dass Aufgrund der aktuellen Brisanz des Umweltschutzes andere Konzepte benutzt werden, um im gleichen Atemzug ihre verschwörungstheoretischen, nationalistischen und antidemokratischen Inhalte unter Menschen zu bringen.

Gegen diesen billigen Versuch unter dem Deckmantel alternativer Konzepte ihre rechtsextreme und menschenverachtende Ideologie zu transportieren, laden wir, die Anwohner*inneninitiative Adam-Kuckhoff-Straße, am Donnerstag, den 17.01., in der Zeit von 17.30 bis 18.30 Uhr an der Adam-Kuckhoff-Straße 15 ein, sich über solidarische und weltoffene Landwirtschaft und Nachbarschaft auszutauschen.

Die Anwohner*inneninitiative
der Adam-Kuckhoff-Straße „Für weltoffene Nachbarschaft!“